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Partizipation

Teilnahme und Teilhabe

Partizipation bedeutet in unserem Verständnis nicht nur Teilnahme, sondern auch Teilhabe, also Entscheidungsmacht. Dazu gehört die Definitionsmacht und somit die Möglichkeit, das Gesundheitsproblem (mit-)bestimmen zu können, das von gesundheitsfördernden bzw. präventiven Maßnahmen angegangen werden soll. Je mehr Einfluss jemand auf einen Entscheidungsprozess nimmt, umso größer ist seine/ihre Partizipation.

Dieses Prinzip geht von der zentralen Forderung der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation aus, nämlich Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger als Kern der Gesundheitsförderung zu realisieren. Partizipation basiert auch auf einer langjährigen Diskussion in der Stadtentwicklung und später in der Entwicklungsarbeit über die Rolle von Bürger/-innen in der Realisierung von Maßnahmen, die ihre Umgebung verbessern sollen.
Diese Diskussion wurde maßgeblich von der Arbeit der US-Amerikanerin Sherry Arnstein beeinflusst, die in einem Artikel aus dem Jahr 1969 versucht, die Gründe für erfolgreiche Bürgerinitiativen zu erklären. Ihre Schlussfolgerung lautet, dass Veränderungen in Wohnvierteln, die den Alltag der Anwohnerinnen und Anwohner nachhaltig verbessern, erst dann verwirklicht werden, wenn diese ihre Lebensbedingungen (mit-)bestimmen können.

Die Partizipative Qualitätsentwicklung legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Partizipation der Zielgruppen (Zielgruppenorientierte Arbeit) und Projektmitarbeiterinnen und-mitarbeiter, weil diese Akteure über lokales Wissen verfügen und wesentlich zum Erfolg von Intervention beitragen. Dies sind zugleich eben jene Akteure, die an der Entwicklung von Verfahren zur Qualitätssicherung oft nicht beteiligt sind.

Partizipation ist keine Entweder/Oder-Option, sondern ein Entwicklungsprozess. Partizipation ist je nach den Praxisbedingungen im Projekt und den Lebensbedingungen der Zielgruppe unterschiedlich realisierbar. Die Aufgabe besteht darin, die jeweils den Bedingungen entsprechende Stufe der Partizipation zu finden.


Autor/-innen Wright/Block/Unger 
Dateiname : Partizipation_Qualitaet_Aidshilfe
Einige Konzepte der Partizipation

» Stufen der Partizipation

Zusammenarbeit ist ein Entwicklungsprozess

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Je zielgruppenorientierter, umso partizipativer die Arbeit

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Einige Methoden der Partizipation

» Nutzerbeirat

Zielgruppen konkret einbinden

» Kreise der Entscheidung

Veranschaulichung der realen und gewünschten Partnerschaften und deren Grad der Partizipation.

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Einige Praxisbeispiele der Partizipation

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Aufsuchende HIV-Prävention bei Jugendlichen und MSM

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HIV/Aidsprävention für jugendliche Drogengebraucherinnen aus der Prostitutionsszene

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Die Arbeit zur Partizipativen Qualitätssicherung erstreckte sich auf folgende Bereiche der Primärprävention...

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